OffiziellGeForce RTX 5090
Boardpartner bekommt keine RTX-5090-Chips mehr
Nvidia bestreitet das Aus seines Gaming-Flaggschiffs – doch ein Bestellstopp und schrumpfende Kühler-Aufträge machen wenig Hoffnung auf mehr Karten im Handel.
Mindestens ein Grafikkartenhersteller kann bei Nvidia derzeit keine Chip-Pakete für die GeForce RTX 5090 mehr bestellen, nicht einmal zur späteren Lieferung. Das berichtet der deutsche Übertakter Roman „der8auer“ Hartung. Nvidia beteuert dagegen, die Karte sei nicht eingestellt.
Für Spieler ist das die nächste schlechte Nachricht rund um Nvidias schnellste Gaming-Grafikkarte. Zum Marktstart 2025 lag die Preisempfehlung bei 2.099 Euro. Inzwischen verlangen Händler meist mehr als 7.000 Euro.
Weder Bestellung noch Nachlieferung
Konkret geht es um die Pakete aus GB202-Grafikchip und 32 GB GDDR7-Speicher, aus denen die Boardpartner ihre RTX-5090-Modelle bauen. Der ungenannte Hersteller kann diese Pakete laut Hartung nicht mehr ordern. Bei früheren Engpässen durfte er noch bestellen und auf Nachschub warten – das ist nun nicht mehr möglich.
Eine offizielle End-of-Life-Mitteilung hat der Partner nach eigenen Angaben nicht erhalten. Ob Nvidia die Bestellungen wieder freigibt, weiß er nicht. Unklar bleibt auch, ob andere Boardpartner ebenfalls betroffen sind.
Ein Zulieferer für Grafikkartenkühler stützt das Bild. Zwei seiner Kunden haben ihre geplanten Bestellungen für RTX-5090-Kühler im ersten Quartal 2027 deutlich gesenkt, verglichen mit dem dritten Quartal 2026. Für das zweite Quartal 2027 liegen ihm noch gar keine Aufträge vor.
Nvidia hält dagegen
Nvidia weist die Gerüchte seit Wochen zurück. Mitte Oktober erklärte Jeff Fisher, Leiter der Personal-Computing-Sparte, in Taiwan, die RTX 5090 werde weiter ausgeliefert. Zugleich räumte er eine sehr angespannte Liefersituation ein. Gegenüber Hartung blieb das Unternehmen bei dieser Linie.
Ganz unvereinbar sind beide Seiten nicht: Nvidia kann weiterhin Chips liefern, während einzelne Partner keine neuen Kontingente bekommen. In den USA fehlt die Karte allerdings bereits in Nvidias eigenem Online-Shop, und der Händler Micro Center führt sie nicht mehr im Sortiment.
Was hinter der Knappheit steckt
Treiber der Entwicklung ist der KI-Boom. Anfang Oktober kursierte das Gerücht, Nvidia habe Partnern mitgeteilt, GB202-Chips seien nur noch für Profi-Grafikkarten vorgesehen. KI-Hype und Speicherkrise hatten die Preise der RTX 5090 schon zuvor stark steigen lassen.
Wie gefragt die Karte auch außerhalb des Gaming-Markts ist, zeigen Videos aus China. Dort zerlegen Werkstätten offenbar RTX-5090-Karten, löten Chip und Speicher auf neue Platinen und bauen daraus kompakte KI-Beschleuniger für Server. Wie viele Karten das betrifft, ist offen – jede umgebaute fehlt aber im Handel.
Für Spieler heißt das: Ein offizielles Aus der RTX 5090 gibt es nicht. Auf mehr Karten oder fallende Preise deutet derzeit aber nichts hin. Pixelanzeiger verfolgt die Lage und berichtet, sobald Nvidia oder die Boardpartner Neues mitteilen.
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